Sauerstofftherapie verständlich erklärt – und sicher versorgt mit NRI Medizintechnik
Sauerstofftherapie verständlich erklärt – und sicher versorgt mit NRI Medizintechnik
Gut versorgt mit Sauerstoff
Auf einen Blick
Sauerstoff ist Leben. Für Lungenpatienten ist Atmen jedoch nicht selbstverständlich, sie spüren den mangelnden Sauerstoff mit jedem Atemzug. Dank Sauerstofftherapie gibt es für Betroffene einen guten Weg, um Atemnot zu mindern und das Leben zu erleichtern.
In Deutschland leiden ca. 180.000 Menschen an schweren Atemwegserkrankungen und chronischem Sauerstoffmangel, sprich zu wenig Sauerstoff im Blut. Glücklicherweise ermöglicht ihnen die bewährte Langzeit-Sauerstofftherapie wieder leichter zu atmen und am Leben teilzunehmen.
Durch die Sauerstofftherapie wird dem Körper jeden Tag verlässlich das gegeben, was ihm bisher gefehlt hat: ausreichend Sauerstoff, damit Herz, Gehirn und Muskeln wieder sicher versorgt sind. Die Anwendung ist alltagstauglich und behutsam anpassbar: Der Sauerstoff fließt über eine weiche Nasenbrille; zu Hause versorgt Sie ein stationäres Gerät, unterwegs begleitet Sie – wenn nötig – ein mobiles System.
NRI Medizintechnik ist von Anfang an Ihrer Seite: Wir versorgen Sie mit dem von Ihrem Arzt verordneten Sauerstoffgerät, weisen Sie persönlich ein, kümmern uns um die Abstimmung mit der Krankenkasse und bleiben mit Nachsorge und einem verlässlichen 24-Stunden-Technik-Support für Sie erreichbar. Damit wir uns gleich gut verstehen, haben wir Ihnen unten auf dieser Seite ein Glossar [Sprungmarke] zur Erklärung der medizinischen Fachbegriffe zusammengestellt.
Langzeit-Sauerstofftherapie für zu Hause
Wenn die Lunge den Körper, Organe und Zellen nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, wird selbst der kürzeste Weg zur Anstrengung. Sogar organische Schäden können eine mögliche, ernste Folge chronischen Sauerstoffmangels sein. Eine individuell eingestellte Sauerstofftherapie kann diese Lücke schließen: Sie stabilisiert den Sauerstoffgehalt im Blut, entlastet Herz und Organe und macht den Alltag spürbar leichter. Ihr Arzt bettet die Sauerstofftherapie in Ihr persönliches Behandlungskonzept ein und stellt die Verordnung aus. Die Kosten werden in dem Fall von Ihrer Krankenversicherung übernommen.
Akuter oder chronischer Sauerstoffmangel – wo liegt der Unterschied?
In akuten Situationen – etwa bei einem Infektschub oder während eines Klinikaufenthalts – kommt Sauerstoff kurzfristig zum Einsatz und wird eng überwacht. Die chronische Sauerstofftherapie ist eine langfristige Maßnahme, wenn der Mangel an Sauerstoff dauerhaft besteht wie bspw. bei COPD.
NRI als Ihr regionaler Medizinprodukteversorger begleitet Sie: mit einer individuellen Schulung Zuhause, Sicherstellung der selbstständigen Anwendung und regelmäßigen Kontrollen.
Was ist eine Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT)?
Unter Langzeit-Sauerstofftherapie bzw. oder LTOT (Englisch: long term oxygen therapy) versteht man die regelmäßige Gabe von medizinischem Sauerstoff über viele Stunden am Tag – häufig mindestens 15–16 Stunden täglich. Ziel ist es, einen dauerhaften Sauerstoffmangel (fachlich: Hypoxämie) zu beheben, Organe zu entlasten, Ihre Belastbarkeit im Alltag zu verbessern und Lebensqualität zu erhöhen. Die Entscheidung für eine LTOT wird ärztlich getroffen, in der Regel auf Basis einer Blutgasanalyse (BGA) und einer sorgfältigen Gesamteinschätzung. Ausschlaggebend sind klare Kriterien, etwa ein niedriger Sauerstoffwert in Ruhe sowie deutliche Abfälle unter Belastung oder im Schlaf. So wird sichergestellt, dass die Therapie medizinisch notwendig ist und Ihnen wirklich hilft.
Typische Krankheitsbilder mit einhergehender Hypoxämie:
- chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)
- Lungenemphysem
- Lungenfibrose sowie Erkrankungen der Atemmuskulatur und deren Nervenbahnen
- Herzinsuffizienz
Eine Sauerstofftherapie bringt Betroffenen signifikante Vorteile. Dank der Therapie sind Patienten wieder belastbarer, mobiler im Alltag, aktiver im Sozialleben und können sich eigenständig versorgen. Ein individuelles Versorgungskonzept von NRI unterstützt Betroffene
- Atemnot zu reduzieren
- Belastbarkeit und Vitalität zu steigern
- Lebenserwartung und Lebensqualität zu verbessern
Systeme für Ihre Sauerstofftherapie zu Hause
Die passende Versorgung ergibt sich aus drei Dingen: Ihrem medizinischen Bedarf, Ihrem Alltag und Ihrer Mobilität. Häufig bewährt sich die Kombination aus einem stationären Konzentrator für die Grundversorgung zu Hause und einem mobilen System für Besorgungen, Arztwege oder Reisen. Abhängig von Ihrem Krankheitsbild, Ihrem Lebensstil, Ihren Bedürfnissen (z.B. hinsichtlich Aktivität und Mobilität) wählt Ihr Arzt das für Sie passende Gerät aus. Sie erhalten von uns anschließend also genau das Sauerstoffkonzentrator-System, das zu Ihrer Atmung (z. B. Demand-Fähigkeit), zu Ihrem Flow-Bedarf und zu Ihren Zielen passt.
Doch wie läuft eine Sauerstofftherapie ab? Über eine sogenannte Nasenbrille wird den Patienten mit Sauerstoff angereicherte Luft zugeführt. Dabei wird ein dünner Schlauch in die Nasenlöcher eingeführt. Der Steg am Naseneingang verhindert, dass der Schlauch zu tief eindringt. Für die Versorgung gibt es diese verschiedene Sauerstoffsysteme:
Stationäre Konzentratoren (zu Hause):
Sie liefern zuverlässig kontinuierlichen Sauerstofffluss (Flow) und werden am Strom betrieben. Sie sind ideal für die Grundversorgung, insbesondere nachts und in Ruhe. Dank einer Sauerstoff-Nasenbrille und sowie einer sinnvollen Schlauchführung (maximal 15 Meter) bleibt Bewegung in der eigenen Wohnung gut möglich.
Mobile Konzentratoren (POC):
Für Besorgungen, Arztwege, Kuraufenthalte oder Reisen arbeiten mobile Geräte mit Akku meist im Demand-/Puls-Modus. So können Sie Erledigungen des täglichen Lebens selbstbestimmt organisieren. Einige Modelle beherrschen zusätzlich Konstant-Flow. Das schont die Energie, erhöht die Reichweite und macht Sie unabhängiger – vorausgesetzt, die Einstellungen passen zu Ihrem Atemrhythmus. Das finden wir gemeinsam heraus und stellen es feinfühlig ein.
Druckgas (GOX) und Flüssigsauerstoff (LOX):
Druckgasflaschen (GOX) sind vor allem als Ergänzung oder zur Überbrückung sinnvoll. Flüssigsauerstoff (LOX) ermöglicht hohe Flussraten bei kompakter Bauform, erfordert aber eine verlässliche Lieferlogistik und ist unterwegs und auf Reisen organisatorisch aufwendiger. Welche Lösung in Ihrem Alltag am meisten Ruhe schenkt, ergibt sich aus Ihrem Bedarf, Ihren Aktivitäten sowie Ihren Wegen – und dem, was Ihnen wichtig ist. Die Verbreitung von Flüssigsauerstoff ist jedoch rückläufig, weil moderne tragbare Sauerstoffkonzentratoren inzwischen in vielen Fällen ausreichen.
Was bedeuten Demandsystem und Konstant-Flow bei der Sauerstoffabgabe?
Beim Konstant-Flow strömt Sauerstoff durchgehend (also konstant), auch während des Ausatmens. Diese Art der Sauerstoffversorgung ist somit sehr stabil, verbraucht allerdings mehr Sauerstoff und kann die Nasenschleimhaut stärker reizen.
Demand-Systeme (von englisch “demand” = Bedarf) erkennen Ihre Einatmung und geben dann kurze, gezielte Sauerstoffimpulse ab. Viele empfinden das als natürlicher; außerdem hält der Akku länger und Flaschen reichen weiter.
Einweisung und die erste Woche – alles für einen guten Start in Ihre Sauerstofftherapie
Nach der ärztlichen Verordnung besprechen wir in Ruhe Ihr Versorgungskonzept. Wir wählen Nasenbrille, Flow und Modus, zeigen Ihnen die Handgriffe, üben das An- und Ablegen und erklären, worauf Sie im Alltag achten können. Gerade die erste Woche ist besonders: kurze Trageeinheiten zum Eingewöhnen, eine bequeme Bandführung, wasserbasierte Befeuchtung für die Nasenschleimhaut und die Gewissheit, dass Sie sich bei jedem Fragezeichen melden dürfen. Oft reichen kleine Anpassungen, damit die Anwendung angenehm wird und bleibt. Unser Team ist in dieser Phase eng an Ihrer Seite: telefonisch, bei Bedarf vor Ort und mit schneller technischer Unterstützung.
Tipps für Alltag & Mobilität mit Sauerstofftherapie
Sicher zu Hause bewegen:
- Tragen Sie die Nasenbrille locker und ohne Knick.
- Verlegen Sie Schläuche so, dass Stolperfallen vermieden werden./li>
- Die Geräte sollten stets standsicher stehen.
- Normal zu lüften ist sinnvoll.
Unterwegs aktiv bleiben:
- Planen Sie Akkus und Netzteil ein.
- Nehmen Sie eine kleine Reserve mit (Ersatz-Nasenbrille, kurze Schlauchstücke, Reinigungstücher, ärztliche Bescheinigung).
- Wenn unter Belastung Alarme auftreten oder die Luft knapp wird, prüfen wir mit Ihnen Demand-Fähigkeit, Stufung und Reichweite und passen das Konzept an.
Reisen (Bahn/Auto/Flug):
- Im Auto sind sichere Befestigung und Stromversorgung wichtig.
- Im Zug helfen Steckdosen und ausreichende Akkukapazität.
- Für Flüge akzeptieren Airlines zugelassene POCs; meist sind Attest und Akkureserve über der Flugzeit erforderlich. Wir unterstützen Sie bei Formularen und Produktnachweisen, damit die Reise gut vorbereitet ist.
Komfort, Pflege & Sicherheit während Ihrer LTOT
Eine gut eingespielte Routine ist Gold wert:
- Ein behutsames Abwischen der Nasenbrille nach der Nutzung.
- Regelmäßige Reinigung von Nasenbrille, Schlauch und ggf. Befeuchterbehälter mit lauwarmem Wasser und milder Seife sowie gründliches Trocknen.
- Filter werden nach Herstellerangaben geprüft und gewechselt.
- Für die Hautpflege eignen sich wasserbasierte Produkte; öl- oder vaselinehaltige Salben bitte nicht in Verbindung mit Sauerstoff verwenden.
Besonders wichtig ist die Sicherheit: Nicht rauchen, keine offenen Flammen oder Funkenquellen in Gerätenähe, denn Sauerstoff fördert Brände. Halten Sie deutlichen Abstand zu Zündquellen und achten Sie darauf, dass Geräte stabil stehen und Leitungen nicht gequetscht werden. Wenn etwas ungewohnt riecht, ungewöhnlich warm wird oder wiederholt Alarm meldet, rufen Sie uns bitte sofort an. Zu viele Fragen gibt es nicht.
Komfort, Pflege & Sicherheit während Ihrer LTOT
Eine gut eingespielte Routine ist Gold wert:
- Ein behutsames Abwischen der Nasenbrille nach der Nutzung.
- Regelmäßige Reinigung von Nasenbrille, Schlauch und ggf. Befeuchterbehälter mit lauwarmem Wasser und milder Seife sowie gründliches Trocknen.
- Filter werden nach Herstellerangaben geprüft und gewechselt.
- Für die Hautpflege eignen sich wasserbasierte Produkte; öl- oder vaselinehaltige Salben bitte nicht in Verbindung mit Sauerstoff verwenden.
Besonders wichtig ist die Sicherheit: Nicht rauchen, keine offenen Flammen oder Funkenquellen in Gerätenähe, denn Sauerstoff fördert Brände. Halten Sie deutlichen Abstand zu Zündquellen und achten Sie darauf, dass Geräte stabil stehen und Leitungen nicht gequetscht werden. Wenn etwas ungewohnt riecht, ungewöhnlich warm wird oder wiederholt Alarm meldet, rufen Sie uns bitte sofort an. Zu viele Fragen gibt es nicht.
VORSCHLAG: Analog Resmed Checklisten zum Download hinterlegen
Warum bei COPD nicht „zu viel“ Sauerstoff?
Bei manchen Menschen mit COPD kann ein zu hoher Sauerstofffluss den CO₂-Gehalt im Blut ansteigen lassen. Wie kann das sein? Wir klären auf:
Bei gesunden Menschen wird der Atemtrieb hauptsächlich durch einen hohen Kohlendioxidspiegel im Blut angestoßen. Bei COPD-Patienten, die an Hyperkapnie (erhöhte CO2-Werte) leiden, ist dieser Stimulus oft reduziert. Ihr Körper wird stattdessen durch einen niedrigen Sauerstoffgehalt zum Atmen angeregt. Eine zu hohe Sauerstoffzufuhr kann diesen Stimulus unterdrücken und den Atemantrieb absterben lassen. Dies führt zu einer unzureichenden Belüftung, einem Anstieg der CO2-Werte im Blut und kann zu einer narkoseähnlichen Wirkung führen. Im schlimmsten Fall kann es zum Aussetzen der Atmung und zum Atemstillstand kommen.
Deshalb gilt: so viel wie nötig, so wenig wie sinnvoll. Die Dosis wird individuell titriert, in Ruhe und unter Belastung kontrolliert und sollte keinesfalls in Eigenregie verändert werden. Wenn Luftnot zunimmt oder neue Symptome auftreten, melden Sie sich bitte umgehend.
Nasale High-Flow-Sauerstofftherapie (NHF)
Die nasale High-Flow-Therapie arbeitet mit warmem, befeuchtetem Gasfluss in höherer Menge über weiche Nasenkanülen. Sie ist vor allem klinisch etabliert, weil dort die nötige Überwachung und Infrastruktur vorhanden sind. Außerklinisch wird sie derzeit nur in ausgewählten Konstellationen und daher nicht flächendeckend eingesetzt. Wenn Ihr Arzt NHF für sinnvoll hält, unterstützen wir Sie bei der Prüfung der Machbarkeit und bei der Organisation. So bleibt alles medizinisch sinnvoll und alltagspraktisch sicher.
Kosten & Erstattung – Zahlt die Krankenkasse die Sauerstofftherapie?
Die Sauerstofftherapie ist eine ärztlich verordnete Leistung. In der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt die Versorgung im Rahmen der Verträge Ihrer Krankenkasse und es fallen dabei die gesetzlich vorgesehenen Zuzahlungen an. Wir übernehmen die Abstimmung mit der Kasse, sagen Ihnen, welche Unterlagen benötigt werden, und sorgen dafür, dass die Versorgung reibungslos organisiert ist – regional, herstellerunabhängig und zuverlässig. Bei privaten Krankenversicherungen richtet sich die Erstattung nach dem jeweiligen Tarif. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch in diesem Fall gern.
Kosten & Erstattung – Zahlt die Krankenkasse die Sauerstofftherapie?
Die Sauerstofftherapie ist eine ärztlich verordnete Leistung. In der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt die Versorgung im Rahmen der Verträge Ihrer Krankenkasse und es fallen dabei die gesetzlich vorgesehenen Zuzahlungen an. Wir übernehmen die Abstimmung mit der Kasse, sagen Ihnen, welche Unterlagen benötigt werden, und sorgen dafür, dass die Versorgung reibungslos organisiert ist – regional, herstellerunabhängig und zuverlässig. Bei privaten Krankenversicherungen richtet sich die Erstattung nach dem jeweiligen Tarif. Selbstverständlich unterstützen wir Sie auch in diesem Fall gern.
Leben mit Sauerstofftherapie – zuversichtlich im Alltag
Ihr gutes Recht: Ihr Wahlrecht
Als gesetzlich Versicherter haben Sie das Recht, unter den Vertragspartnern Ihrer Krankenkasse zu wählen. Wenn Sie bereits versorgt sind und den Versorger wechseln möchten, unterstützen wir Sie bei den Formalitäten. In vielen Fällen genügt eine Wahlrechtserklärung, die in Abstimmung mit Ihrem Arzt sowie Ihrer Krankenkasse erfolgt. Wichtig ist, dass die Versorgung weiterhin medizinisch notwendig und wirtschaftlich ist. Sollten Sie Leistungen wünschen, die über das Maß des Notwendigen hinausgehen, informieren wir Sie vorab offen über mögliche Mehrkosten. Unser Ziel ist eine passende, transparente und verlässliche Versorgung – ohne Überraschungen.
Glossar
Fachbegriffe zur Sauerstofftherapie einfach erklärt
LTOT – Langzeit-Sauerstofftherapie
LTOT (Englisch: long term oxygen therapy) – so nennen Fachleute die tägliche, langfristige Sauerstoffgabe über viele Stunden. Sie soll einen anhaltenden Sauerstoffmangel ausgleichen, Organe schützen und Ihre Belastbarkeit steigern. LTOT ist ein tragender Teil Ihrer Behandlung, wenn Sie zu wenig Sauerstoff im Blut haben. Sie wird ärztlich verordnet, regelmäßig überprüft und an Ihr Leben angepasst.
Demand-System und Konstant-Flow
Beim Konstant-Flow strömt Sauerstoff kontinuierlich, auch beim Ausatmen. Das ist verlässlich, verbraucht aber mehr Gas und kann die Schleimhäute stärker reizen. Demand-Systeme „lauschen“ auf Ihre Einatmung und geben dann kurze Impulse ab. Das fühlt sich oft natürlicher an, schont Akku oder Flasche und eignet sich besonders für unterwegs. Dafür werden die Einstellungen an Ihren Atemrhythmus angepasst.
Welche Variante für Sie die richtige ist, finden wir gemeinsam heraus.
Demand-Fähigkeit
Flow-Bedarf
„Flow-Bedarf“ bezieht sich in der Medizin auf den momentanen Bedarf an Atemgas, der durch die Einatmung des Patienten entsteht und von einem Beatmungsgerät gedeckt wird. Ein Demand-Flow-System liefert nur dann Gas, wenn der Patient aktiv einatmet und dadurch einen Druckabfall verursacht, der als Bedarf signalisiert wird. Der tatsächliche Flow wird dem individuellen Bedürfnis angepasst, um das gewünschte Druckniveau zu erreichen, und nicht einfach konstant zugeführt.
Chronischer Sauerstoffmangel (Hypoxämie)
Chronischer Sauerstoffmangel (Hypoxämie) ist eine langanhaltende Unterversorgung des Körpers mit Sauerstoff, die zu Symptomen wie Atemnot, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen führt. Ursachen sind oft chronische Lungen- und Atemwegserkrankungen, aber auch Herzfehler und Anämie können verantwortlich sein.
LOX und GOX
LOX steht für Flüssigsauerstoff (Englisch: Liquid oxygen). Er bietet viel Sauerstoff auf kleinem Raum und ermöglicht hohe Flussraten, benötigt aber eine zuverlässige Lieferlogistik.
GOX bezeichnet gasförmigen Sauerstoff in Druckflaschen (Englisch: Gaseous oxygen). Der Einsatz ist praktisch für bestimmte Situationen oder als Ergänzung der Sauerstofftherapie zu Hause. Welche Lösung Ruhe in Ihren Alltag bringt, ergibt sich aus Ihrem Bedarf, Ihren Alltagssituationen und Prioritäten.
Titration
Titration ist die Maßanalyse. So nennen wir die Feineinstellung Ihrer Therapie. Fluss, Modus und – je nach Gerät – weitere Parameter werden schrittweise so angepasst, dass Werte und Gefühl stimmen. Wir testen in Ruhe und bei leichter Belastung, beobachten die Sauerstoffsättigung und justieren, bis es passt. Titration ist kein einmaliger Akt, sondern ein respektvoller Prozess, der Sicherheit schafft.
BGA – Blutgasanalyse
Die Blutgasanalyse misst, wie viel Sauerstoff (paO2) und Kohlendioxid (paCO2) im Blut gelöst sind. Sie ist die sachliche Grundlage für die Verordnung der LTOT und hilft, Fortschritte und Anpassungsbedarf zu erkennen.
FAQs – häufige Fragen zur Sauerstofftherapie
Wie schnell spüre ich eine Besserung?
Viele Menschen berichten schon nach wenigen Tagen bis Wochen von ruhigeren Abläufen, weniger Atemnot und mehr Ausdauer. Die Wirkung hängt von einer passenden Titration, regelmäßiger Anwendung und kleinen Alltagsanpassungen ab.
Welche Nebenwirkungen hat eine Sauerstofftherapie?
Die Sauerstofftherapie kann Nebenwirkungen wie trockene und gereizte Nasenschleimhäute, Schmerzen in den Ohren und Nebenhöhlen, Sehstörungen und Zahnschmerzen verursachen. Diese sind meist nur vorübergehend, bis der Patient sich an die Therapie gewöhnt hat. Im Prinzip ist die Langzeit-Sauerstofftherapie frei von Nebenwirkungen. Wichtig ist, konsequent den ärztlichen Vorgaben zu folgen und niemals eigenmächtig in die Behandlung einzgreifen. Zu viel Sauerstoff kann genauso schaden, wie zu wenig.
Kann ich mit Sauerstoffgerät verreisen – auch fliegen?
Ja. Für Flüge sind zugelassene POCs, ein ärztliches Attest und ausreichende Akkureserven erforderlich. Wir unterstützen bei Formularen und Produkthinweisen; für Bahn und Auto sind sichere Befestigung und Stromversorgung wichtig.
Was tun bei trockener Nase oder Druckstellen?
Wasserbasierte Befeuchtung, bequeme Bandführung und kleine Positionswechsel helfen oft sofort. Bitte melden Sie sich frühzeitig bei Unannehmlichkeiten. Wir passen Nasenbrille, Flow, Modus oder Zubehör an, damit die Anwendung komfortabel bleibt.
Was unterscheidet akute von langfristigen Anwendungen?
Akut bedeutet: zeitlich begrenzte Sauerstoffgabe mit enger Kontrolle, meist in der Klinik. Langfristig heißt: LTOT in stabiler Phase, zu Hause mit Schulung, Titration und regelmäßigen Kontrollen, verlässlich begleitet durch unser Homecare-Team.
Hyperbare Sauerstofftherapie – ist das dasselbe wie LTOT?
Nein. Die hyperbare Sauerstofftherapie (HBOT) ist eine Behandlung, bei der Patienten in einer Druckkammer reinen Sauerstoff unter Überdruck einatmen. Dadurch löst sich mehr Sauerstoff im Blut, was die Sauerstoffversorgung des Gewebes verbessert und bei einer Reihe von Erkrankungen eingesetzt wird. Indikationen sind beispielsweise bei chronische Wunden, bestimmten Infektionen, Taucherkrankheit, Gasembolien oder nach Kohlenmonoxidvergiftungen.
Sie ist nicht mit der ambulanten Langzeit-Sauerstofftherapie bei COPD & Co. gleichzusetzen.
Ist eine Ozon-„Therapie“ mit Sauerstoff sinnvoll für die Lunge?
Verfahren mit Ozon/O2-Gemischen gehören nicht zur regelhaften evidenzbasierten LTOT von chronischen Lungenerkrankungen. Bitte sprechen Sie solche Angebote immer ärztlich ab.
Ist eine Sauerstofftherapie bei Kindern anwendbar?
Ja, in spezialisierten Zentren und mit kindgerechter Ausstattung. Indikation, Titration und Nachsorge erfolgen pädiatrisch-fachärztlich. NRI unterstützt auch kleine Patienten nach ärztlicher Vorgabe in der außerklinischen Versorgung.
Warum reicht mein mobiler Konzentrator beim Gehen manchmal nicht?
Unter Belastung steigt der Bedarf. Manchmal braucht es eine höhere Stufe, Konstant-Flow oder ein anderes System. Wenn Ihr Sauerstoffkonzentrator unterwegs nicht ausreicht, prüfen wir mit Ihnen Demand-Fähigkeit, Stufung und Reichweite und passen das Konzept an.
Schwächt die Verwendung der Sauerstofftherapie zu Hause nicht die Lungen?
Nein, eine häusliche Sauerstofftherapie schwächt die Lunge nicht, solange sie korrekt und nach ärztlicher Verordnung angewendet wird. Eine zu hohe Sauerstoffkonzentration über längere Zeit kann die Lunge schädigen, daher ist eine ärztliche Kontrolle des Sauerstoffgehalts im Blut unerlässlich. Bei sachgemäßer Anwendung verbessert die Langzeit-Sauerstofftherapie die Lebensqualität und ist für Patienten mit chronischem Sauerstoffmangel lebensnotwendig.
Ich schäme mich, mit einer Sauerstoffflasche in die Öffentlichkeit zugehen.
Sich mit einer sichtbaren Sauerstoffflasche aus dem Haus zu wagen, ist für die meisten Patienten am Anfang eine Überwindung. Das ist verständlich, sollte jedoch nicht zu psychischer Belastung führen. Denn: die LTOT ist Ihr nützlicher Begleiter, nicht Ihr Gegner. Wenn Sie endlich wieder ohne Atemnot Treppensteigen und spazieren gehen können, werden Sie bald Kraft und Zuversicht schöpfen. Nutzen Sie Ihr neues Lebensgefühl, um aktiv am Leben teilzunehmen. Ihrem Umfeld ist Ihr Wohlergehen wichtig, auch wenn dazu eine Sauerstoffflasche gehört.
Ihr nächster Schritt mit NRI Medizintechnik
Sie möchten mit Ihrer Sauerstofftherapie starten, Ihre Mobilität verbessern oder eine Reise planen? Melden Sie sich gern. Wir beraten Sie individuell, stimmen uns mit Ihrem Arzt und Ihrer Krankenkasse ab und bleiben auch danach an Ihrer Seite – regional, herstellerunabhängig und mit 24-Stunden-Notdienst, damit Ihre Versorgung zuverlässig funktioniert.