Sauerstofftherapie

Sauerstofftherapie für medizinische Fachkreise

Mit dem passenden System zu nachhaltigem Therapieerfolg

Unter einer Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT / Englisch: long term oxygen therapy) versteht man die Gabe von Sauerstoff über mindestens 15 Stunden pro Tag bei Patienten mit chronischem Sauerstoffmangel im Blut (Hypoxämie) infolge verschiedener Grunderkrankungen. Die LTOT kann den Alltag erleichtern und die Lebensqualität insbesondere bei Patienten mit COPD verbessern.
Vier wesentliche Bausteine sichern den Therapieerfolg nachhaltig:
  • die Auswahl des individuell passenden Therapiesystems
  • die Überleitung der Patienten in die außerklinische Versorgung
  • die fachlich begleitete Therapieeinleitung sowie Schulung der Patienten und ihrer Angehörigen
  • die Begleitung der Betroffenen während der Sauerstofftherapie sichert die Adhärenz

Als Homecareunternehmen bieten wir von NRI Medizintechnik individuelle, herstellerunabhängige Versorgungskonzepte sowie zuverlässige, reibungslose Betreuung Ihrer Patienten: von der Überleitung in die außerklinische Versorgung bis hin zu Beratung und Unterstützung während der Sauerstofftherapie sowie Beatmungstherapie [Sprungmarke]. Dazu gehört auch die Kostenklärung mit den gesetzlichen und privaten Krankenkassen und unser technischer Notdienst – 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr.

Welches Sauerstoffsystem ist das geeignete für Ihre Patienten?

Zur Auswahl stehen verschiedene Sauerstofftherapiesysteme wie z. B. Flüssigsauerstoff oder mobile, tragbare Konzentratoren. In die Entscheidung für ein System werden stets die individuellen Bedürfnisse und Alltagsgestaltung der Betroffenen einbezogen. Darüber hinaus berücksichtigen wir auch diese Faktoren:
  • erforderliche Sauerstoffflussmenge in Ruhe und unter Belastung
  • Beurteilung der Patienten-Aktivitäten
  • Demand-Fähigkeit der Patienten
Voraussetzung für die Verordnung von LTOT ist eine Blutgasanalyse. Dabei ist laut Leitlinie der Nachweis einer Hypoxämie (paO₂ ≤ 55 mmHg) entscheidend. Die Indikation zur LTOT ist wie folgt festgelegt:
  • PaO2 in Ruhe ≤ 55 mmHg
  • Ruhe PaO2 in Ruhe 55– 60 mmHg und klinische Zeichen von Cor pulmonale und/oder Zeichen einer Rechtsherzinsuffizienz und/oder sekundäre Polyglobulie
  • Abfall des PaO2 auf < 55 mmHg bei körperlichen Belastungen
  • Hypoxämie während des Schlafes

Welche Sauerstoffversorgung wird benötigt?

In der Langzeit-Sauerstofftherapie erfolgt die zusätzliche Sauerstoffgabe von mindestens 15 Stunden pro Tag größtenteils nachts und in der Regel über einen stationären Konzentrator.

Für Alltagsaktivitäten, wie Einkäufe, Spaziergänge oder Arztbesuche sind mobile Therapiegeräte gut geeignet. Bevorzugt werden im Allgemeinen die kleinen, tragbaren Sauerstoffkonzentratoren.

Demandsystem und Konstant-Flow – so erfolgt die Sauerstoffabgabe

Beim Konstant-Flow strömt Sauerstoff durchgehend, auch während des Ausatmens. Das ist technisch schlicht und robust, verbraucht allerdings mehr Sauerstoff und kann die Nasenschleimhaut stärker reizen. Demand-Systeme erkennen die Einatmung und geben dann kurze, gezielte Sauerstoffimpulse ab. Viele Patienten empfinden das als natürlicher; außerdem hält der Akku länger und Flaschen reichen weiter. Entscheidend ist: Wie viel Sauerstoff letztlich ankommt, hängt von Stufe und Atemfrequenz ab. Deshalb wird die Einstellung (Titration) mit den Patienten immer auf dem konkreten Gerät, in Ruhe und unter leichter Belastung, überprüft – so lange, bis Werte und Gefühl stimmig sind.

Alles Wissenswerte zur Langzeit-Sauerstofftherapie & Versorgungssystemen haben wir Ihnen in unserer Broschüre übersichtlich zusammengestellt

In drei Schritten zur Verordnung einer
Langzeit-Sauerstofftherapie (LTOT)

Schritt eins: Das geeignete Therapiegerät auswählen

Die Auswahl erfolgt immer unter Einbeziehung des individuellen Zustands und der persönlichen Wohnsituation des Patienten. Beispielsweise, ob Treppen zu bewältigen sind, der Patienten in einer Wohnung oder einem Haus mit Garten lebt usw. Weiterhin ziehen wir diese Faktoren in die Auswahl ein:

  • erforderliche Sauerstoff-Flussmenge in Ruhe und unter Belastung
  • Beurteilung der Mobilität
  • Abklärung der Demandfähigkeit
  • Berücksichtigung wirtschaftlicher Faktoren

wirtschaftlicher Faktoren

Schritt zwei: Ausfüllen der Verordnung

Die Krankenversicherung benötigt für den Therapiestart diese Angaben:

  • Vollständige persönliche Patientendaten
  • Kostenträgerkennung
  • Versicherungsnummer
  • Betriebsstättennummer
  • Arztnummer

Für den Nachweis der medizinischen Notwendigkeit benötigt die Krankenkasse Informationen über:

  • Flowrate (in Ruhe, unter Belastung und im Schlaf)
  • Diagnose
  • Indikation
  • 6-Minuten-Gehtest
  • Demand-Testung
  • BGA-Werte
Schritt drei: Ausfüllen der Verordnung

Senden Sie uns die Verordnung im Original an diese Adresse zu:

NRI Medizintechnik GmbH
Eversbuschstr. 194 b
80999 München

Gerne können Sie uns die Verordnung bereits vorab faxen an:

089 – 812 21 10

Sollte eine Folgeverordnung von der Krankenkasse benötigt werden, informieren wir die Patienten rechtzeitig, damit sie diesbezüglich auf Sie zukommen können.

Ihr nächster Schritt mit NRI Medizintechnik

Dank langjähriger Erfahrung und innovativer Versorgungskonzepte optimieren wir die Beatmungstherapie für Patienten und deren Betreuungsteams nachhaltig. Herstellerunabhängig unterstützen wir Sie dabei, aus der Vielfalt der Beatmungsgeräte und dem Zubehör ein individuelles Versorgungskonzept zu erstellen, das den Patientenkomfort, die Therapieeffizienz, aber auch die Anwendbarkeit bestmöglich realisiert. Unser Team besitzt langjährige klinische Erfahrungen und ein hohes Maß an klinischem Verständnis. Eigenschaften, die für uns in der Beratung von Heimbeatmungen selbstverständlich sind.

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